Kanalpackhaus Kiel

Geschichte

Das Kanalpackhaus in Kiel-Holtenau wurde in den Jahren 1780 bis 1783 im Auftrag des dänischen Königs Christian VII. erbaut und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem alten „schleswig-holsteinischen Canal“, auch „Eiderkanal“ genannt (Bauzeit 1777 - 84). Durch den Bau dieses Kanals wurde seinerzeit der uralte Traum eines kurzen Wasserweges zwischen Nord-und Ostsee Wirklichkeit.

Das Kanalpackhaus ist Teil eines kleinen Systems von Packhäusern, das entlang des Kanals angelegt wurde . 75 Kilometer westlich befindet sich in Tönning, dem anderen Ende des Kanals, ein baugleiches Packhaus, dazwischen in Rendsburg ein etwas kleineres, aber ansonsten ebenfalls baugleiches Gebäude. Alle Gebäude sind vollständig erhalten und stehen unter Denkmalschutz.

Bis zum Jahre 1864 stellte das Packhaus in Holtenau, mit den ebenfalls noch vorhandenen Zollhäusern, die süd-östliche Grenze des dänischen Reiches dar.
Zu Füssen des Gebäudes liegt der „Tiessenkai“ mit seinem für Kiel einzigartigem maritimen Flair. Die Atmosphäre wird bestimmt von einer Vielzahl an historischen Segelschiffen, die hier ihre Liegeplätze haben und zu ihren Segeltouren aufbrechen.

In unmittelbarer Nähe des Hauses liegt die Holtenauer Schleusenanlage des Nord-Ostsee-Kanals. Ein geführter Besuch dieser Anlage ist mehrmals täglich möglich und sollte nicht versäumt werden, eben so wenig wie ein Spaziergang, bzw. eine Fahrradtour direkt am Uferweg des Nord-Ostsee-Kanals. Und mit etwas Glück fährt eines der vielen großen Kreuzfahrtschiffe direkt an Ihrem Wohnzimmer vorbei.